Im Coaching erlebe ich manchmal einen spannenden Moment: Da wird etwas innerlich ruhiger. Die Anspannung lässt ein wenig nach. Vielleicht ist da plötzlich mehr Zuversicht. Vielleicht so etwas
wie Erleichterung. Nicht riesig. Aber spürbar.
Und genau dann kommt bei manchen fast reflexhaft der Satz: „Ich rede mir das doch nur ein.“
Ich finde diesen Moment interessant. Denn dieser Satz taucht oft nicht am Anfang auf, wenn jemand mitten in der Angst feststeckt. Er kommt eher dann, wenn sich bereits etwas bewegt hat. Wenn das System kurz erlebt: Vielleicht geht es ja doch. Vielleicht wird es leichter. Vielleicht bin ich dem Ganzen doch nicht völlig ausgeliefert.
Und genau dann kommt bei manchen fast reflexhaft der Satz: „Ich rede mir das doch nur ein.“
Ich finde diesen Moment interessant. Denn dieser Satz taucht oft nicht am Anfang auf, wenn jemand mitten in der Angst feststeckt. Er kommt eher dann, wenn sich bereits etwas bewegt hat. Wenn das System kurz erlebt: Vielleicht geht es ja doch. Vielleicht wird es leichter. Vielleicht bin ich dem Ganzen doch nicht völlig ausgeliefert.
Manchmal wird nicht die Angst selbst infrage gestellt – sondern ausgerechnet der Moment, in dem es sich kurz leichter anfühlt.
Hinter diesem Satz steckt oft gar nicht nur Skepsis. Dahinter liegt nicht selten auch Angst. Die Angst, sich zu früh in Sicherheit zu wiegen. Die Angst, dass es einen in der echten Situation
dann doch wieder überrollt. Vielleicht sogar heftiger als zuvor, gerade weil man kurz gehofft hatte, es sei besser geworden.
Ich kann diesen inneren Mechanismus gut verstehen. Wer Entlastung lange nicht kannte, traut ihr oft nicht sofort. Der Kopf meldet sich dann schnell mit einer Art Warnung: Verlass dich lieber nicht darauf. Freu dich nicht zu früh. Sonst trifft es dich nachher umso härter.
Und trotzdem lohnt es sich, an dieser Stelle genauer hinzuschauen. Denn interessant ist ja: Wenn Menschen sich über lange Zeit Angst machen, sich innerlich kleinreden oder Katastrophen ausmalen, nennen sie das selten „ich rede mir das nur ein“. Das Belastende bekommt oft den Status von Wahrheit. Das Entlastende dagegen wirkt sofort verdächtig.
Vielleicht geht es also nicht darum, sich irgendetwas schönzureden. Vielleicht geht es eher darum, nicht automatisch nur dem zu glauben, was Angst macht. Und dem Moment, in dem innerlich etwas weicher wird, wenigstens eine kleine Chance zu geben.
Ich kann diesen inneren Mechanismus gut verstehen. Wer Entlastung lange nicht kannte, traut ihr oft nicht sofort. Der Kopf meldet sich dann schnell mit einer Art Warnung: Verlass dich lieber nicht darauf. Freu dich nicht zu früh. Sonst trifft es dich nachher umso härter.
Und trotzdem lohnt es sich, an dieser Stelle genauer hinzuschauen. Denn interessant ist ja: Wenn Menschen sich über lange Zeit Angst machen, sich innerlich kleinreden oder Katastrophen ausmalen, nennen sie das selten „ich rede mir das nur ein“. Das Belastende bekommt oft den Status von Wahrheit. Das Entlastende dagegen wirkt sofort verdächtig.
Vielleicht geht es also nicht darum, sich irgendetwas schönzureden. Vielleicht geht es eher darum, nicht automatisch nur dem zu glauben, was Angst macht. Und dem Moment, in dem innerlich etwas weicher wird, wenigstens eine kleine Chance zu geben.
Frage für heute
Wo misstraust du gerade ausgerechnet dem Gedanken oder Gefühl, das dir vielleicht ein wenig mehr Ruhe geben könnte?
Vielleicht ist nicht alles, was sich besser anfühlt, Einbildung. Vielleicht ist manches einfach ein erster innerer Schritt in eine neue und ungewohnte Denkrichtung.
In meinen Coachingsitzungen nenne ich übrigens alle Gedanken - die guten, die neutralen und die belastenden - schlicht: geglaubte Vorstellung.
Lass mir gern einen Kommentar da, wenn du diesen Gedanken "Ich rede mir das nur ein" kennst.
— Caro

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