3 lockerleichte Ausreden, die das Glücklichsein schwermachen

Wir Menschen sind eigenartige Geschöpfe. Niemals gab es so viele Möglichkeiten für uns wie heute. So viele Möglichkeiten, sich zu entfalten, so viele Chancen, so viele Gelegenheiten, mit eigenem Wissen und eigenen Fähigkeiten Geld zu verdienen, so viele Wege zum persönlichen Glück. Nie zuvor waren wir aufgeklärter, gebildeter oder weltweit vernetzter als heute.

 

Und dennoch sind viele Menschen heute unglücklich mit dem, was Sie sind, haben oder tun. Sie fragen sich, warum sie trotz dieser unüberschaubaren Fülle an Möglichkeiten nicht aus ihrem täglichen Privaten und beruflichen Einerlei herauskommen. Die Wahrheit ist, gerade wegen der großen Zahl an Möglichkeiten und Chancen sind wir heute überfordert. Was wählen? Was besser nicht? Welchen Weg gehen, und welchen auf keinen Fall? Vor lauter Angst, uns falsch zu entscheiden oder etwas noch besseres zu verpassen, ergreifen wir lieber gar keine Gelegenheit, wagen uns lieber nicht auf einen neuen Weg vor und warten lieber auf günstigere Umstände und Gelegenheiten.

 

Viele von uns leben in einem Wartezustand. Wir hören in unseren Kennenlernen-Telefonaten oft Sätze wie: "Ich weiß, ich müsste das mal ändern, aber..." oder "Ich bin total unglücklich mit meiner Situation, aber...".

 

Und dann beginnen direkt nach dem "aber" die Ausreden. Und wir Menschen lieben es, uns selbst Ausreden zu erzählen, die wir dann auch gern glauben. Opfergeschichten. Wenn wir doch nur könnten, wüssten, anders wären, ja, dann... Aber wir sind eben Opfer der Umstände, von zu wenig Wissen, unserer Vergangenheit, unserer Gene ...

 

Deshalb blicken wir heute einmal bei drei beliebten Ausreden hinter die Kulissen und finden einen Weg, sie auszuhebeln. Los geht's!

 

 

Nr.1: "Ich würde ja gern, aber ich habe eben zu wenig Zeit."

 

Ja, ein echter Klassiker. Und es ist wahr, wir fühlen uns oft gehetzt und zeitlich unter Druck. Wissen kaum, wie wir alles in einen Tag packen sollen. 

 

Und dann gibt es da die Menschen, die erfolgreich sind, eine tolle Familie haben, regelmäßig ihrem Sport nachgehen, ein interessantes Hobby verfolgen und einen beneidenswerten Freundeskreis haben. Wie machen die das nur? Die müssen ja Unmengen an Zeit zur Verfügung haben, oder?

 

Oder ist es möglich, dass auch die Überflieger, die Sportskanonen, die Familienmenschen und Top-Performer jeden Tag nur 24 Stunden, also 1.440 Minuten oder 86.400 Sekunden haben, in denen Sie ihr Leben leben können? Was zum Teufel machen die nur anders? Wieso schaffen die es, ihre Ziele umzusetzen, ich aber nicht?

 

Fragen Sie doch einfach mal nach: Wie schaffst Du das nur, jeden zweiten Tag zum Sport zu gehen. Trotz Job, Familie, Freunden, Verpflichtungen? Toll, wie Du in kurzer Zeit Spanisch gelernt hast! Ich hätte dafür gar keine Zeit - wie hast Du das hingekriegt? Hast Du Dir drei zusätzliche Stunden pro Woche vom göttlichen Zeitmeister genehmigen lassen? Oder bist Du über eine magische Uhr gestolpert, die Dir einen Tag extra pro Woche beschert?

 

Meist ist die Antwort viel simpler: Priorisierung.

 

Wer das Gefühl hat, zu wenig Zeit zur Verfügung zu haben, ist entweder wirklich völlig mit seinen Aufgaben und Rollen überfordert (das könnte ein interessantes Thema für ein Empowerment sein), oder setzt keine hilfreichen Prioritäten.

 

Anders gesagt: Wenn ich unbedingt Spanisch lernen will, weil ich Spanien liebe oder mich beruflich besser qualifizieren will, dann baue ich das idealerweise so in meinen Alltag ein, dass ich meine begrenzten zeitlichen Ressourcen optimal nutze. Ich höre mein spanisches Hörbuch oder meine Spanisch-Lektionen eventuell auf dem Weg ins Büro oder beim Vorbereiten des Abendessens an. Ich nutze die Zeit am Bügelbrett zur Wiederholung von Vokabeln, übe imaginär Konversation - oder sehe mir einen Film auf spanisch mit deutschen Untertiteln an. Vielleicht chatte ich auch mit einem spanischen Kontakt in einem sozialen Netzwerk, der oder die im Gegenzug von mir Deutsch lernt - anstatt in dieser wertvollen Zeit etwas zu tun, was mich nicht meinem Ziel näher bringt.

 

Wenn ich sportlicher werden will, schlanker oder wenn ich mir überlege, mich beruflich zu verändern, und das wirklich aus tiefstem Herzen will (Stärkung der Veränderungmotivation ist ein Hauptaspekt unseres Empowerment-Ansatzes), dann ziehe ich dieses Ziel und die Schritte dahin meiner Lieblings-Netflix-Serie vor. Tue ich das nicht, handelt es sich nicht um ein Zeit-Problem, sondern um ein "Was-ist-mir-eigentlich-wirklich-wichtig?" - Problem.

 

Setzen Sie also Prioritäten und überlegen Sie, wie Sie die zur Verfügung stehende Zeit sinnvoll für das nutzen können, was Sie glücklich macht und weiter bringt, statt sich nur abzulenken.

 

 

Nr. 2: "Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll..."

 

Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt, heißt es. Und auch beim Erreichen von Zielen geht es Schritt für Schritt vorwärts. Nicht immer, gerade wenn man mit einem Ziel absolutes Neuland betritt, kennt man die nötigen Schritte. Aber dann aufzugeben, bevor man angefangen hat, ist die schlechteste Entscheidung. Manche Menschen geben aber nicht auf, sondern stürzen sich in die Umsetzung Ihres Traumes, Ihres Ziels. Aber weil sie den Weg und die Schritte nicht kennen, tun Sie mal dies und machen bald das. Sie arbeiten planlos drauflos und fühlen sich sehr beschäftigt, aber kommen nicht weiter. Das Gefühl "wie soll das bloß gehen, ich tue doch so viel" wird immer stärker. Und irgendwann überwiegt der Frust die Lust am Neuen und die Anstrengungen ermüden den Veränderungswillen und der Traum stirbt.

 

Aber anstatt auf eigene Faust das Rad neu erfinden zu wollen, könnte es ratsam sein, einmal mit Menschen zu sprechen, die dieses Rad schon benutzen. Inspiration statt Transpiration. :-)

 

Wir leben, wie schon gesagt, in goldenen Zeiten allumfassender Information. Institutionen wie Gründerzentren, IHK, HWK, Vereine, Verbände, Clubs und Zusammenschlüsse von Menschen einer Branche, eines Interesses sind heute leichter denn je online zu finden. Und mit Ihnen Unmengen an Informationen, Fallbeispielen und Tipps. Erfahrene Sportler, Unternehmer, Rassehundezüchter oder Webseitenbastler kennen die schwierigen Anfänge in ihrem Metier und geben gerne Tipps und Hilfen. Nicht alle natürlich, aber es kann nicht schaden, Kontakt aufzunehmen und um Unterstützung zu bitten. Vielleicht möchte Ihnen ein Wettbewerber um die Ecke nicht mit Ihrem neuen Unternehmen unter die Arme greifen. Aber was ist mit einem anderen, der vielleicht weiter weg und damit außerhalb eines Kunden-Interessenkonfliktes steht? Eine E-Mail kostet nichts und kann der Anfang eines guten und wertvollen Kontaktes sein. Fragen Sie auch Freunde und Bekannte. Irgendjemand kennt vielleicht jemanden, der Ihnen zu Ihrer Frage, Ihrem Problem oder bei den ersten Schritten weiterhelfen kann. Nutzen Sie ihr Netzwerk! Und denken Sie auch an YouTube, Google und Co. Hier sind viele Menschen, die von Ihren eigenen Erfahrungen berichten, Blogs schreiben etc. 

Man muss nicht alles wissen - aber wissen, woher man seine Informationen erhalten kann. Anders gesagt: Nichtwissen schützt nicht vor Erfolg!

 

 

Nr. 3: "War ja klar, dass das nichts wird, so bin ich eben!"

 

"War ja klar,...

 

dass das mit dem Abnehmen nicht klappt - sind eben meine Gene!"

 

dass ich wieder ausgerastet bin - das Temperament habe ich eben von meinem Vater!"

 

dass ich mit dem Projekt einfach nicht weiterkomme, ich bin halt eine Loserin!"

 

Das ist eine der bequemsten Ausreden: Ich kann ja gar nicht anders, so bin ich eben, da kann ich nichts machen, brauche ich gar nicht erst zu versuchen, hat ja noch nie geklappt:"

 

Was auch immer wir tun, wir suchen irgendwie immer das Glück. Glück ist aber eben kein Dauerzustand, sondern die Summe großer und kleiner Glücksmomente, die wir erleben. Und je mehr wir selbst dafür tun, um so mehr von diesen Momenten werden wir erleben. 

Tun bedeutet Entscheidungen treffen. Entscheidungen treffen bedeutet, Risiken in Kauf zu nehmen und selbst Verantwortung zu übernehmen. Opferhaltung und Verantwortung auf das Schicksal, die Gene oder die Vergangenheit zu schieben ist kein verantwortliches Tun.

Akzeptieren Sie wo Sie gerade stehen, wer Sie sind und wie Ihre Vergangenheit war. Das ist ihr Ausgangspunkt. Und dann entscheiden Sie, wo Sie hinwollen, wer Sie sein wollen und wie Ihre Zukunft aussehen soll. Sehr intensiv und ausführlich beschäftigen wir uns mit diesen Fragen in der EmpowerMentalExperience©.  

Gerade das Thema Vergangenheit begrenzt viele Menschen in Ihren Möglichkeiten. Ich bin so wie ich bin, weil meine Vergangenheit mich so gemacht hat. Und so bin ich jetzt eben. Achtung: Spoiler-Alarm: Nein.

 

Der große Tony Robbins hat einmal gesagt: "Deine Vergangenheit ist nicht gleich Deine Zukunft. Außer Du lebst in ihr." Wenn wir die Vergangenheit nicht loslassen, schleppen wir sie jeden Tag mit uns und unsere Zukunft wird unsere Vergangenheit sein.

 

Treffen Sie also eine wichtige, vielleicht die wichtigste Entscheidung für sich: Akzeptieren Sie die Vergangenheit. Sie hat sie geprägt. Sie war vielleicht schrecklich und ungerecht. Sie ist vielleicht verbunden mit Scham, Schmerzen und Tränen. Aber Sie gehören nicht Ihrer Vergangenheit. Sie haben jeden Tag die Chance, Ihre Gegenwart zu schreiben und Ihre Zukunft zu denken.

 

Verabschieden Sie liebevoll die Vergangenheit. Danken Sie für die Erfahrungen, die Sie gemacht haben (auch wenn es schwer fällt) und Sie werden feststellen: wenn Sie die Vergangenheit loslassen und Ihren Weg im Hier und Heute in Richtung Zukunft fortsetzen, mag die Vergangenheit Ihnen noch eine zeitlang nachlaufen. Sie wird Sie vielleicht noch hier und da zwicken und beißen. Aber ihre Macht über Sie wird von Tag zu Tag, von Woche zu Woche schwächer. Irgendwann ist sie wie die Narbe am Bein, die einen an den Biss eines Hundes vor langer Zeit erinnert. Bei Wetterwechsel tut sie manchmal noch weh. Aber Sie hält uns nicht davon ab, unseren Weg weiterzugehen.

 

Sie treffen Entscheidungen für ihr Leben - jeden Tag. Und - um es nochmal mit Tony Robbins zu sagen: "Es ist in den Momenten Ihrer Entscheidungen, in denen Ihr Schicksal geschmiedet wird!". Ob Sie den Schokoriegel essen oder ihn lieber doch wieder weglegen.

Ob Sie sich für den besseren, passenderen Job bewerben oder nicht. Ob Sie sich mit einem Gründerberater zusammensetzen um Ihre Selbstständigkeit durchzudenken, oder lieber wieder ihren Traum begraben. Es ist Ihre Entscheidung, die Ihr Schicksal bestimmt.

 

Ausreden sind Geschichten, die wir uns selbst erzählen. Geschichten, die wir uns glauben möchten, weil sie den einfachen Weg wählen. Weil Sie unseren Aufbruch ins Land der Unwägbarkeiten und des Scheiterns verhindern und uns vor der Erfahrung der Niederlage beschützen wollen. Aber kein Reich, kein Unternehmen und keine Persönlichkeit wurde jemals auf Ausreden aufgebaut. Sondern auf Entscheidungen. Auf einem Ziel und dem Mut, die nötigen Schritte dorthin zu gehen. Von der Vorstellung von Menschen, wie es dort im Ziel aussehen könnte und dem unbedingten Willen, dorthin zu gelangen.

 

Wir wünschen Ihnen, dass Sie diesen Weg für sich finden und gehen können. Denn es wartet so viel auf uns, wenn wir nur den Willen und die Mittel finden können, unsere eigene Heldengeschichte zu schreiben.

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